Alexander I.

Namenstage: Alexander

Funktion: Heiliger, Papst, (Märtyrer)

Gedenktag: 3. Mai

orthodoxe Ostkirchen: 16. März

Patronat: gegen Kropf und Skrofulose

Nach der ältesten römischen Bischofsliste war Alexander der fünfte Nachfolger des Petrus in der Leitung der römischen Christengemeinde und übte das Amt von 105–115 oder von 107–116 aus. Über seine Herkunft, sein Leben undWirken ist nichts Sicheres bekannt. Der Überlieferung nach war er ein Römer von Geburt und gewann Tausende für das Christentum, vor allem aus den Reihen des römischen Adels. Zudem wird ihm die Einführung der Abendmahlsworte in der hl. Messe und des Weihwassers zum Hausgebrauch zugeschrieben. Ob er tatsächlich unter Kaiser Trajan (98–117) den  Märtyrertod erlitt, ist ungewiss. Viele Historiker sind der Ansicht, die Legende seines Martyriums – seine Henker banden ihn an eine Säule, brachen ihm die Glieder, zerfleischten seinen Körper mit Schwerthieben und enthaupteten ihn – beruht auf der Verwechslung mit einem römischen Märtyrer gleichen Namens unter Kaiser Hadrian (117–38). Die Reliquien des hl. Alexander wurden im Jahre 834 nach Freising (Oberbayern) überführt (739–1821 Bistumssitz; heute Erzbistum München und Freising).

Darstellung: im Papstgewand (oft im Kerker)

Attribute: Tiara, Kreuzstab (mit zwei oder drei Querbalken); Palme, Schwert (Martyrium)

 

Quelle: Herder-Verlag

Dieser Text ist dem "Lexikon der Heiligen und Namenstage" entnommen. Albert Urban (Hg.), Herder-Verlag, Freiburg, 2010